Kolonie Südfeld und ihre Geschichte.

SÜDFELD
gegründet 1930
128 Gärten auf 61.582 qm

Auf dem ehemaligen Kies- und Tongewinnungsgebiet
der Firma Backhaus entstand
1930 eine Anlage, die mit viel Kraft und
Schweiss erst einmal urbar gemacht werden
musste. Der Boden wurde zunächst von
Schutt und Unrat gesäubert und Mutterboden
wurde von der Göttinger Chaussee im
Handwagen geholt. So entstand zuerst Grabeland.
Mit der Gründung der Kolonie sind
viele bekannte Namen aus Ricklingen verbunden,
z. B. Bellmer, Borges, Dannenberg,
Offenhausen, Rippentrop, Rottweiler, Wir- ·
sching und Wöbbeking. Zu Beginn gehörten
200 Gärten zur Anlage.

Ein Jahr nach der Gründung der Kolonie - 1931 -
wurde das Kolonieheim errichtet, wie es heute
noch steht. Man traf sich dort, um Versammlungen
abzuhalten, Gartenfeste zu feiern oder einfach
beim Bier etc. zu klönen.

Anfang der 50er Jahre durchschnitt der Schnellweg und auch die heutige Frankfurter Allee die Kolonie.
Viele Mitglieder der Kolonie mussten den Platz wechseln und wieder neu beginnen. Heute existieren
in der Kolonie Südfeld noch 128 Gärten.

Auch die unmittelbare Umgebung der Kolonie hat
sich im laufe der Jahre gewaltig verändert. So
entstand die Siedlung mit den Einfamilienhäusern,
das Freizeitheim Ricklingen wurde gebaut
und der Schnellweg für den Motorrad- und Autoverkehr
bildet eine enorme Lärmbelästigung für
die angrenzenden Gärten. Aber im Frühjahr bis
Herbst wirkt das Laub der Bäume wie eine
Schallschluckmauer und nach einiger Zeit empfindet
man den Strassenlärm nicht mehr als sehr
störend.
Am Anfang der Gründung war die Kolonie „Im
Südfelde" selbständig Später hat sie sich mit den
anderen Kolonien im Ricklinger Bereich zu einem
rechtsfähigen Verein zusammengeschlossen. Sie
hat sich jedoch, wie alle anderen Kolonien, ihr
Eigenleben bewahrt.